Rund 1.400 Menschen auf den Balearen benötigen eine Dialysebehandlung oder Transplantation, um weiterleben zu können, wie die Spanische Gesellschaft für Nephrologie anlässlich des Weltnierentags am Donnerstag (12.03.2026) bekannt gegeben hat.
Anlässlich dieses Tages haben die Spanische Gesellschaft für Nephrologie, der Nationale Verband der Nierenpatienten Alcer und andere Gesundheitsorganisationen mehr Engagement für eine größere Sichtbarkeit und verstärkte Anstrengungen in den Bereichen Prävention und Früherkennung gefordert, um das Fortschreiten der chronischen Nierenerkrankung (CKD) zu verlangsamen, von der bereits 15 % der Bevölkerung Spaniens betroffen sind.
Wenn sich das derzeitige Wachstumstempo fortsetzt, wird ein Drittel der über 65-Jährigen an CKD leiden, die bis zum Jahr 2040 zur fünft häufigsten Todesursache in unserem Land werden wird.
Auf den Balearen liegt die Inzidenz (neue Fälle) von CKD-Patienten in Nierenersatztherapie (RRT), d.h. Dialyse oder Transplantation, bei 133,1 Personen pro Million Einwohner (pmp) und damit weit unter dem nationalen Durchschnitt (150 pmp), während die Prävalenz (Gesamtzahl der von CKD betroffenen Bevölkerung) 1.115,5 pmp erreicht, ebenfalls unter dem nationalen Durchschnitt (1.407 pmp), wenn auch leicht über dem Vorjahreswert in der Region.
Die Prävalenz von TRS (Anzahl der Personen, die sich einer Dialyse oder Transplantation unterziehen) ist in den letzten zehn Jahren um mehr als 30 Prozent gestiegen, und mittlerweile unterziehen sich mehr als 68.000 Menschen in unserem Land dieser Art von Behandlung. Darüber hinaus wird alle 75 Minuten eine Person in ein Dialyseprogramm aufgenommen und/oder erhält eine Nierentransplantation, 25 % davon aufgrund von Diabetes.
Diese Krankheit ist weltweit zu einem ernsten Problem für die öffentliche Gesundheit geworden, wo 850 Millionen Menschen daran leiden, von denen 4,6 Millionen eine SRT erhalten, und 1,5 Millionen Menschen pro Jahr, einer alle 20 Sekunden, an CKD sterben.
In Europa leiden schätzungsweise 93,1 Millionen Menschen an CKD, von denen 750.000 eine Nierentransplantation erhalten und 210.000, also alle 2,5 Minuten einer, an CKD sterben, laut einer Studie spanischer Nephrologen zur letzten Aktualisierung des Global Burden of Disease (GBD), einem Bericht über die weltweite Krankheitslast. Diese Arbeit zeigt, dass die CKD im Jahr 2050 die dritthäufigste Todesursache in Europa sein wird.
Die CKD ist eine der am wenigsten bekannten Krankheiten in Spanien, hat jedoch erhebliche soziale und gesundheitliche Auswirkungen und beeinträchtigt die Lebensqualität der Patienten, was zum Teil darauf zurückzuführen ist, dass ihre Symptome in den Anfangsstadien der Krankheit kaum erkennbar sind, was eine frühzeitige Diagnose und Behandlung erschwert.
Aus diesem Grund halten Fachleute es für unerlässlich, Früherkennungsprogramme für die Risikogruppe einzuführen, um die Krankheit zu erkennen, bevor sie fortgeschrittene Stadien erreicht, und so eine Dialyse oder Transplantation zu vermeiden.
Die als stille Epidemie bekannte CKD hat eine Unterdiagnoserate von über 40 Prozent und ihr Anstieg hängt mit Risikofaktoren wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettleibigkeit, Bluthochdruck oder Rauchen zusammen, die größtenteils vermeidbar oder präventiv wären.
Quelle: Agenturen





